
Vortragsabend: gemeinsam mit dem Institut für Landesgeschichte
10. Juni, 18 Uhr, Landesmuseum für Vorgeschichte, Hörsaal, Richard-Wagner-Straße 9, Seiteneingang
Marian Füssel
Die Stadt Halle war im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wiederholt Ziel von Überfällen durch Soldaten der Armeen Österreichs, Frankreichs und des Reiches und litt dabei offenbar stärker als viele andere deutsche Universitätsstädte. Brandschatzung, Arretierung des Magistrats bei Wasser und Brot, schwerste Kontributionen, Plünderung und Geiselnahme lauteten die Klagen. Auch konfessionelle Animositäten spielten dabei eine Rolle, bis hin zu dem Gerücht, dass die Franckeschen Stiftungen von den katholischen Besatzern in ein Jesuitenkollegium umgewandelt werden sollten. Der Vortrag rekonstruiert die Erfahrungen der Stadtbewohner, das reichsweite mediale Echo der Vorgänge und die Gründe für die eklatanten Verstöße gegen die Regeln der zeitgenössischen Kriegführung.
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