Erkundungen in der Moritzkirche - Die protestantischen Altarbilder des Michael Beyer

Moritzkirchhof_Stadtgeschichte_Andrea_Thiele
Kategorie
Sonstiges
Datum
2021-07-05 17:00
Unter der Orgelempore der Moritzkirche lagert wenig beachtet ein kleiner Schatz. Es handelt sich um vier großformatige Ölgemälde auf Leinwand, welche die Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi sowie das Jüngste Gericht zeigen. Vermutlich hat sie der Maler Michael Beyer 1649 für das spätgotische Altarretabel der Kirche geschaffen. Sie verdeckten die vier vorreformatorischen Tafelbilder der ersten Wandlung des Altars. Vor dem Jahr 1824 wurden sie wieder abgenommen, auf Keilrahmen gespannt und gerahmt.
 
Michael Beyer hat 1666 die Kanzel der Marktkirche neu gefasst und war wahrscheinlich auch an der Ausgestaltung des Orgelprospekts der Ulrichskirche (1673-1675) beteiligt. Obwohl die Gemälde keine erstrangige Kunst darstellen, sind sie eines der wenigen bekannten Zeugnisse hallescher Malerei aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
 
An diesem Abend werden in einzelnen Vorträgen der ursprüngliche und bis heute den Chor der Moritzkirche dominierende Altar und die vier Gemälde sowie die Umstände und Zeit ihrer Entstehung - unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg - beleuchtet.
 
Referenten und Referentin: Dr. Franz Jäger (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Inschriftenkommission Halle, Dr. Sebastian Schulze, Institut für Kunstgeschichte der MLU halle-Wittenberg, Dr. Andrea Thiele, Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), MLU Halle
 
Eine Veranstaltung der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg und dem Verein für hallische Stadtgeschichte e.V.

Organisation: Antje Löhr-Dittrich (Katholische Akademie) und Andrea Thiele (Verein für hallische Stadtgeschichte)
 
Foto: Andrea Thiele
 
 

Alle Daten

  • 2021-07-05 17:00

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