Historisches Fahrradfahren in Halle

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Kategorie
Freiluftveranstaltung
Datum
2022-06-13 17:30

Radtour und Freiluftvortrag

Historisches Fahrradfahren in Halle
Radtour und geselliges Gespräch über das historische Radfahren in Halle 
Dr. Katrin Moeller und Sandra Mosch (Wien)

Treffpunkt mit dem Fahrrad ist 17.30 Uhr im Park des Thüringer Bahnhofs (Geokoordinaten: 51.467905; 11.989608).

Gemeinsam radeln wir mit verschiedenen Haltepunkten zur Fahrradgeschichte bis zum Stadthafen. Dort findet eine Stunde später um 18.30 Uhr als Freilichtveranstaltung ein Gespräch zur Entwicklung des Radsports in Halle zwischen der Historikerin Katrin Moeller und der Wiener Buchautorin Sandra Mosch statt. Letztere hat intensiv zum Radfahren in Halle recherchiert, um ihre radfahrende Protagonistin zwischen Büschdorf und Halle möglichst zeitgerecht zu beschreiben. Auch Nicht-Radfahrer können natürlich dazukommen:
Hafenstraße 25, Stadthafen, (Geokoordinaten 51.485807, 11.953291).

Freiluftveranstaltung "Spezial" am kommenden Montag dem 13.6.2022, 17.30 Uhr bzw. 18.30 Uhr

Herzliche Einladung zum Doppelpack - Radtour und Freiluftvortrag:

Historisches Fahrradfahren in Halle

Radtour und geselliges Gespräch über das historische Radfahren in Halle, mit Dr. Katrin Moeller und Sandra Mosch (Wien)

Gemeinsam radeln wir mit verschiedenen Haltepunkten zur Fahrradgeschichte bis zum Stadthafen. Dort findet eine Stunde später um 18.30 Uhr als Freilichtveranstaltung ein Gespräch zur Entwicklung des Radsports in Halle zwischen der Historikerin Katrin Moeller und der Wiener Buchautorin Sandra Mosch statt.
Letztere hat intensiv zum Radfahren in Halle recherchiert, um ihre radfahrende Protagonistin zwischen Büschdorf und Halle möglichst zeitgerecht zu beschreiben.

Treffpunkt mit dem Fahrrad ist 17.30 Uhr im Park des Thüringer Bahnhofs (Geokoordinaten: 51.467905; 11.989608).
Auch Nicht-Radfahrer können natürlich dazukommen: Hafenstraße 25, Stadthafen, (Geokoordinaten 51.485807, 11.953291).

Kurze Geschichte des Radfahrens in Halle:

1880 soll Johannes Mitlacher das erste Hochrad durch Halle (Saale) gefahren haben. Tollkühne Männer faszinierten die Technik und das artistische Können des damals keineswegs einfachen Radfahrens. Nur drei Jahre später gründete ein Kreis von Begeisterten den „Halleschen Bicycle-Club“. Zunächst stand das Kunstfahren im Mittelpunkt, wurden gewagte Pyramiden und Figuren vor einem staunenden Publikum in der Schorre und anderen Varietés aufgeführt. Sehr schnell begann jedoch neben dem artistischen Wettkampf vor allem das Ringen um die beste Fahrzeit der ‚Tretkurbelisten‘.

Die Jagd nach den schönsten Medaillen begann. Noch Ende 1883 entstand der Plan, eine eigene Radrennbahn in Halle zu errichten, der 1886 mit dem großen Eröffnungsrennen seine Umsetzung fand. Ab diesem Zeitpunkt besaß die Stadt eine 800-Meter-Bahn mit großer Zuschauertribüne, die für etliche Jahre die deutsche Radprominenz nach Halle (Saale) locken sollte. Es blieb nicht dabei: Als die erste Radrennbahn in der Merseburger Straße dem Bauboom der 1920er Jahre weichen musste, wurde immer wieder der Traum vom Radrennen bewegt. Nach der Wettkampfbahn in der Merseburger Straße (1886-1919) entstand die Radrennbahn am Böllberger Weg (1930-1938) und schließlich die Albert-Richter-Kampfbahn (1951-1967) sowie die Halle-Saale-Schleife (1950-1967/2010, vorzugsweise Motorsport). An allen Wettkampfstätten fanden wichtige Veranstaltungen ihrer Zeit statt. Heute gehören sie zu den „Lost Places“ und sind im Stadtraum nicht mehr präsent.

Die Tour - das Gespräch:

Im Rahmen einer kleinen Fahrradtour und in Gedenken an diese lange Geschichte schwingt sich der Stadtgeschichtsverein am Montag, dem 13. Juni 2022 um 17.30 Uhr auf den Sattel und fährt einige historische Plätze der „Radgeschichte“ in Halle ab.

Treffpunkt ist das Freizeitgelände am ehemaligen Thüringer Bahnhof in der Nähe der Thüringer Straße. Dabei führt die Tour an den typischen Vierteln der Weimarer Republik vorbei. Die Gartenstadt- und Bauhausbewegung verweist mit ihren pragmatischen Lösungen auch auf die Bedürfnisse nach Natur und Bewegung in der Stadt. Die verschiedenen Reformschulen deuten auf die Wünsche nach Selbstverwirklichung und Jugendbewegungen, die auch den Sport prägten.

Das Fahrrad fand daher in der Weimarer Republik eine rasante Verbreitung, viele Vereine für Touren- und Ausflugsfahrten entstanden und auch die Frauen begannen, sich das Rad zu erobern.

Das letzte Stück Weg führt über den Hafenbahnweg zum Stadthafen und erinnert daran, dass die Bedürfnisse zur Nutzung des Stadtraumes bis heute sehr vielfältig sind.

Ab 18:30 Uhr dann wird im Hafen ein Freiluftgespräch in gemütlicher Atmosphäre zwischen der Wiener Autorin Sandra Mosch und der Historikerin Katrin Moeller (Verein für Stadtgeschichte) zu den Anfängen des Massen- und Damenradelns und den Innovationen des Radsports stattfinden. Sandra Mosch beschreibt in ihrem Roman das Leben einer neugierigen jungen Frau, das durch viele historische Vorbilder inspiriert wurde.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Historisches Fahrradfahren in Halle, Foto: Stadtarchiv Radrennbahn Merseburger Str. 74 in Halle

Fotos: Stadtarchiv Halle (Saale)

 
 

Alle Daten

  • 2022-06-13 17:30

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