Aus den Zwängen des Korsetts

Themenabend
Datum: 2019-10-21 18:00

Themenabend

in Zusammenarbeit mit den Franckeschen Stiftungen

Aus den Zwängen des Korsetts: Tanz und Körperkultur als Programm gesellschaftlicher Modernisierung in der Weimarer Republik

Experiment und Grenzüberschreitung, Stigmatisierung und Denunziation – mit diesen Worten lässt sich das Entstehen und Vergehen der Tanz- und Körperschulen von Hedwig Nottebohm, Jenny Gertz sowie anderer LehrerInnen in Halle beschreiben. Es waren u. a. die dort unterrichteten kreativen Tanz und Bewegungsformen, welche die Befreiung von Kleidungszwängen beschleunigten und Mädchen wie Jungen zu einem neuen Rollenverständnis führten. Auf sie gehen die noch heute bekannten modernen Tanzstile Foxtrott, Shimmy, Charleston oder Swing zurück. Auch heute eher unübliche Formen von Bewegungstheater waren Elemente dieser modernen Kulturbewegung, die vor allem die Jugend begeisterte. Gleichzeitig lässt sich ein Abwehrkampf etablierter Tanzschulen alten Stils beobachten. Die Politisierung dieser Auseinandersetzung führte zur Unterscheidung von gewünschten und ungewünschten Formen des neuen Körperkults, die sich aber nicht an der Scheidelinie von Altem und Neuen manifestierten.

Datum und Uhrzeit

21. Oktober 2019 - 18.00 Uhr

Treffpunkt

Historisches Waisenhaus, Konferenzetage, Franckeplatz 1, Haus 1

Bild oben: Stadtarchiv Halle (Saale)

Themenabend Tanz und Körperkultur

 

 

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  • 2019-10-21 18:00

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