Über den Verein
Halles Geschichte kann sich sehen lassen
Die Stadt Halle hat eine nahezu 1200-jährige, sehr facettenreiche Geschichte. Ihr historisches Gesicht ist vielerorts erhalten geblieben und prägt das Stadtbild bis heute. Eine einzigartige Architekturlandschaft aus vielen Jahrhunderten ist hier anzutreffen: Neben den beiden mittelalterlich geprägten Burganlagen etwa die Anlage des Stadtgottesackers im Stil der italienischen Renaissance, der pietistische Komplex der Franckeschen Stiftungen aus dem 18. Jh., mit den größten Fachwerkbauten Europas, das ausgedehnte Gründerzeitviertel im Norden der Stadt bis hin zur „steinernen Verheißung einer sozialistischen Moderne“ in Halle-Neustadt.
Der historische Reichtum zeigt sich aber auch in den zahlreichen Archiven, Bibliotheken und Museen Halles. All diese, sehr unterschiedlich gearteten, Sammlungen haben von der weitgehenden Verschonung der Stadt im zweiten Weltkrieg profitiert und weisen eine Materialfülle und Überlieferungsdichte über alle Epochen der Stadtgeschichte auf, die den Vergleich mit anderen europäischen Städten nicht zu scheuen braucht.
Zeitweise besaß diese Stadt europaweite Ausstrahlung, denkt man an die Ideen der Aufklärung oder an die pietistische Reformbewegung. Auch wirtschaftlich verfügte die Stadt im Laufe ihrer Geschichte verschiedentlich über großes Gewicht, etwa als Salzstadt im Mittelalter oder als Industriemetropole vor rund 100 Jahren. Und schließlich verbinden sich mit der hallischen Stadtgeschichte solch klangvolle Namen wie Kardinal Albrecht, Georg Friedrich Händel, Christian Wolff, Christian Thomasius, August Hermann Francke und viele mehr.
Erstaunt muss man jedoch heute oft feststellen, dass die Geschichte dieser bemerkenswerten Stadt vor Ort und anderswo gar nicht mehr bekannt zu sein scheint.
Hier setzt die Arbeit des Stadtgeschichtsvereins an. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, die Geschichte Halles wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Stadtgeschichtsforschung zu befördern.
